„Dem Glücklichen schlägt eine Stunde“ – Gemeinsamer Gottesdienst der Gesamtkirchengemeinde Schwäbischer Wald und der Kirchengemeinden des Distrikts Frickenhofer Höhe

Am letzten Oktobersonntag luden gleich zehn Kirchengemeinden zu einem gemeinsamen Gottesdienst ein. Alle Gläubigen zwischen Gschwend und Täferrot, sowie Spraitbach und Untergröningen feierten miteinander in der Johanniskirche in Eschach. Die Pfarrerinnen und Pfarrer der Gesamtkirchengemeinde Schwäbischer Wald und des Distrikts Frickenhofer Höhe des Kirchenbezirks Gaildorf hatten einen Gottesdienst zum Thema „Dem Glücklichen schlägt eine Stunde“ vorbereitet. Gleich zu Beginn erfuhren die Gottesdienstbesucher in der vollbesetzten Kirche durch eine kurze Theaterszene, dass es manchmal entscheidend ist, den richtigen Zeitpunkt nicht zu verpassen und dass sich die Menschen in unserer schnelllebigen Zeit auch die Aufmerksamkeit zum Innehalten und zur Begegnung mit Gott nehmen sollten. „Denn,“ so die Pfarrer Uwe Bauer und Jochen Baumann in ihrer Predigt, „dann können aus traurigen Stunden durch die Begegnung mit Jesus Christus auch wieder Sternstunden des Lebens und Glaubens werden.“ Ein besonderes Erlebnis war der Auftritt der Kirchenchöre und das Musizieren der Posaunenchöre der Gemeinden. Parallel zum Erwachsenengottesdienst fand im evangelischen Gemeindehaus ein Kindergottesdienst statt. Nach dem Gottesdienst trafen alle zusammen auf dem Kirchplatz ein und waren von der Kirchengemeinde Eschach zu einem gemeinsamen Ständerling bei Kaffee und Hefezopf eingeladen.

Sitzung der Gesamtkirchengemeinde Schwäbischer Wald

Im März trafen sich die Kirchengemeinderatsgremien aus Eschach, Göggingen-Leinzell, Ruppertshofen, Spraitbach und Täferrot zur zweiten Sitzung des Gesamtkirchengemeinderates im evangelischen Gemeindehaus in Spraitbach.

Die Vorsitzende der Gesamtkirchengemeinde, Frau Birgit Faustmann, die zusammen mit dem geschäftsführenden Pfarrer der Gesamtkirchengemeinde, Friedemann von Keler, die Sitzung leitete, begrüßte alle Anwesenden und freute sich auf ein konstruktives Miteinander. Zu Beginn sammelten die Kirchengemeinderäte in Kleingruppen Anliegen, die Ihnen im Bezug auf die Gesamtkirchengemeinde besonders am Herzen liegen.

Sie wünschten sich vor allem ein gutes Zusammenwachsen und einen klaren Informationsaustausch. Auch sollten die Pfarrer noch genügend Zeit für die Kernaufgaben in Seelsorge und Verkündigung haben. Aus der Arbeit der Gesamtkirchengemeinde wurde die Koordination der Geschäftsordnungen der Pfarrämter sowie die daraus notwendigen Konsequenzen bedacht.

Diakon Lars Wittek berichtete mit weiteren ehrenamtlichen Mitarbeitenden des Projekts „Ich bin dann mal unterwegs …“ von den erfolgreichen Wanderungen der letzten acht Jahre, die es in besonderem Maße ermöglichten, dass sich die Gemeindemitglieder aus den verschiedenen Kirchengemeinden begegnen konnten. Die Wanderungen werden nun Ehrenamtliche mit Unterstützung durch Pfarrer von Keler weitergeführen. Frau Faustmann bedankte sich stellvertretend für alle bei Diakon Lars Wittek für die Leitung des Projekts in den vergangenen Jahren.

In einem zweiten Teil widmeten sich die Anwesenden der Frage, was gemeinsam in Zukunft auf den Weg gebracht werden soll. Dazu stellte Pfarrer Stephan Schiek die Aktion „faire Gemeinde“ vor: Die beiden Kirchengemeinden Spraitbach und Ruppertshofen haben sich schon in einer freiwilligen Selbstverpflichtung zu einem fairen und nachhaltigen Handeln bereit erklärt und wollen in der Kirchengemeinde zum Nachdenken über Konsum und Einkauf anregen. Es wurde angeregt, diese Aktion auf die Gesamtkirchengemeinde auszudehnen.

Ebenso wurde eine Projektgruppe eingerichtet, die die Internetauftritte der Kirchengemeinden koordinieren soll.

Abschließen berichteten die Vertreter der einzelnen Kirchengemeinden davon, was in der jeweiligen Kirchengemeinde gerade besonders wichtig ist: Aus allen Wortmeldungen hörte man den Wunsch nach genügend Kandidatinnen und Kandidaten für die kommenden Kirchenwahlen am 1. Dezember 2019.

Darüber hinaus wurden Bausachen – in Göggingen-Leinzell die Dachreparatur der Johanniskirche sowie die Zukunft des Gemeindehauses, in Ruppertshofen die Sanierung des Kirchturms und der Orgel und in Spraitbach die Sanierung der Kirchentreppe, des Kirchturms und der Orgel – angesprochen.

In Spraitbach und Ruppertshofen hofft man auf eine gute Gestaltung der Arbeit des gemeinsamen Pfarramtes und in Täferrot auf eine baldige Nachfolge für Pfarrer Friedemann von Keler, der im November 2019 in Ruhestand geht.