Jahresplan 2020

Tansania – was für eine Reise

Lisa und Janis Fels - Vikare in den evangelischen Kirchengemeinden Göggingen-Leinzell bzw. Ruppertshofen und Spraitbach - verbrachten während ihres Theologiestudiums ein Jahr in Tansania

An der Lutherischen Universität nahe Arusha und auf Reisen kamen sie in Kontakt mit den Menschen des Landes. Von diesen Erlebnissen berichteten sie im evangelischen Gemeindehaus in Spraitbach im Rahmen einer Veranstaltung des Kreuz-und-quer-Teams, eine Gruppe von Mitarbeitenden, die Angebote für Erwachsene in Ruppertshofen und Spraitbach organisiert.

„Tansania – was für eine Reise?“ Unter dieser Fragestellung führten Lisa und Janis Fels durch ihre Erinnerungen, die sie mit kleinen Szenen aus dem Alltag, Fotos und Videoclips anschaulich präsentierten. Zum einen war es für die beiden eine Studienreise – zwei Auslandssemester studierten sie Theologie in einem ganz anderen Kontext, was neue Horizonte und Sichtweisen eröffnete. Es war aber auch eine Reise ins Fremde: Das Land Tansania bietet beeindruckende Landschaften, eine exotische Tier und Pflanzenwelt sowie eine für uns Europäer fremde Kultur mit eigenen Bräuchen und Ritualen.

Das letztere machte den Aufenthalt auch zu einer Zeitreise in die Vergangenheit: „Offenes Kochen über dem Feuer ist üblich in Tansania“, berichtet Lisa Fels, die als Frau öfters mal in eine Küche schauen durfte, während Janis Fels bei den Männern im Wohnzimmer sitzen bleiben durfte oder musste. „Frauen und Männer haben noch getrennte Lebensbereiche und auch die Hierarchien sind stärker ausgeprägt als bei uns,“ berichten die beiden. „Jedoch ist das Gemeinschaftsgefühl und das Aufgehoben sein in der Familie und Dorfgemeinschaft viel größer als hierzulande.“ Für Lisa und Janis Fels war der Aufenthalt in Tansania auch eine Reise zu Glaubensgeschwistern: „Die christlichen Kirchen wachsen hier und Feste wie Taufen, Konfirmationen, Hochzeiten oder Beerdigungen werden ganz im Sinne der afrikanischen Kultur gefeiert.“

Als Fazit stellten die beiden Vortragenden ihren Aufenthalt als eine Reise zu Freunden dar: „Beziehungen sind ganz wichtig und wir haben während unseres Aufenthaltes gute neue Freunde gefunden, zu denen wir weiterhin Kontakt halten.“

Den Abend hatte der Chor Cantemus der Spraitbacher Kirchengemeinde mit dem Lied „Kumba ya my Lord“ eröffnet. Nach dem Vortrag blieben die Gäste noch gerne zusammen, um sich über das Gesehene und Gehörte auszutauschen.